Was geschah dann?

Ganz viele Ideen wurden gesammelt, verworfen, neu überdacht und zu verwirklichen versucht.

Und dann gelang uns ein Glücksgriff!

Durch Vermittlung der Stadt Moers konnten wir unser neues Domizil, den ehemaligen Güterbahnhof, "in Beschlag nehmen".

 

Taubenbahnhof Moers

Aus einem Abbruchobjekt haben wir unser "Schlösschen" gezaubert. Dieses ist schon recht wörtlich zu nehmen.

Als ich zum ersten Mal im Gebäude war, habe ich schon einen Schrecken bekommen. Das Gebäude stand über 10 Jahre leer, das Regenwasser floss vom Dach über die erste Etage, dem Erdgeschoss bis in den Keller. Aber wir haben richtig was daraus gemacht. Das Dach erneuert, Stahlträger und neue Decken eingezogen, für Strom und Wasser gesorgt, Wände verputzt, Möbel gebaut, gestrichen, gesäubert, verschönert u.v.m.

Ja und dann natürlich auch den Bau der Taubenschläge in Angriff genommen.

Alles in Allem kann sich der "Taubenbahnhof Moers" sehen lassen. Der weithin sichtbare Plexiglaselefant an der Giebelfront wirkt etwas befremdlich und sicher fragt sich der Eine oder Andere: "Was hat ein Elefant mit Tauben zu tun?"

Augenzwinkernder Erklärungsversuch:

Wir freuen uns, dass wir es mit Stadttauben zu tun haben, stellt euch vor, wir hätten es mit Stadtelefanten zu tun!

Vielwissendes Grinsen stellt sich dann auch beim Fragenden ein. Der größte Anteil, der heute am "Taubenbahnhof" lebenden Stadttauben stammen vom Motel "Van der Valk" und aus der Moerser Innenstadt. Gefangen wurden sie in ihrem früheren Domizil, der Burgstr. 12.

Mittlerweile leben ca. 450 Tauben in den Schlägen am Bahnhof. Es ist ein bunter Mix aus Stadttauben, Rassetauben und Brieftauben. Hier geht es nicht nur den Tauben gut, sondern auch den Menschen, welche sich um die Tiere kümmern.

Im Bahnhof befinden sich aber nicht nur die 7 Taubenschläge, sondern auch eine kleine Werkstatt, ein Büro und unser Aufenthaltsraum. Alles von uns aufgebaut und wertschätzend behandelt.